Auf das erfolgreich abgeschlossene Großprojekt folgte eine Einkaufstour: Der Erwerb von zehn Photovoltaik-Bestandsanlagen auf öffentlichen Dächern der Stadt Lüneburg stand im Mittelpunkt der diesjährigen Generalversammlung der Zukunftsgenossen eG.
Vorstandssprecher Jörg Stoffregen und Vorstand Oliver Opel berichteten, dass die im vorletzten Jahr fertiggestellte Anlage bei der Firma Henning im Lüneburger Industriegebiet Hafen inzwischen vollends laufe: Photovoltaik und Solarthermie auf dem Dach zur Strom- und Warmwassererzeugung sowie Ladesäulen für den firmeneigenen Fuhrpark. PV-Anlage zur Stromerzeugung. 25.000 Kilowattstunden (kWh) Strom habe die Anlage produziert, hinzu kämen seit Juli 2024 noch 10.000 kWh Wärmeenergie für die Waschmaschinen. Durch das Laden der Fahrzeuge mit „Sonnenstrom“ wurden im Jahr 2024 9,5 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Kaum war der Haken an das Großprojekt gesetzt, begannen die Zukunftsgenossen Verhandlungen mit einem Betreiber von PV-Anlagen im Lüneburger Stadtgebiet. Nach mehrmonatigen Gesprächen stand Anfang 2025 fest: Die Übernahme ist nun unter Dach und Fach. Damit haben die Zukunftsgenossen die maximal mögliche Leistung ihrer jetzt 20 eigenen Anlagen von 418 auf 977 Kilowatt-Peak (kWp) mehr als verdoppelt. Die Nennleistung (Maximalleistung unter Optimalbedingungen) der neuen PV-Anlagen aus den Jahren 2014 und 2020 liegt bei insgesamt 559 kWp. Den erzeugten Strom verkaufen die Zukunftsgenossen teilweise direkt an die Hansestadt Lüneburg, der Rest geht ins allgemeine Stromnetz.
Anders als im Vorjahr gab es 2024 keine nennenswerten Ausfälle – dank der neu organisierten und optimierten Anlagenüberwachung. Die Zukunftsgenossen erwirtschafteten einen Jahresüberschuss von 10.022,46 Euro, was einem Jahresgewinn von 3,21 Euro pro Geschäftsanteil entspricht. Ausgeschüttet an die Mitglieder werden davon als Dividende zwei Euro pro Anteil. Vorstand Oliver Opel zog ein zufriedenes Fazit für das abgelaufene Geschäftsjahr: „Wir haben viel investiert und können der Genossenschaft eine positive Bilanz vorlegen. Die Übernahme der zehn Anlagen haben wir mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Eigenkapital umgesetzt, und die restlichen Kredite für den Kauf werden in sieben bzw. zehn Jahren abbezahlt sein.“
So stimmte die Generalversammlung nach dem Bericht des Aufsichtsrats durch dessen Vorsitzenden Holger Tempel (hier nachzulesen) einstimmig für den Jahresabschluss, die Ergebnisverwendung und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.
